Von der Anforderung zur KI-Anwendung
Der Umfang eines Prototyps entscheidet darüber, welche Fragen sich mit ihm beantworten lassen.
In eigener Produktentwicklung habe ich fachliche Konzeption, Datenmodell, Oberfläche und KI-Anbindung zusammengeführt. Diese Arbeit schärft meinen Blick dafür, welche Anforderungen früh in eine Anwendung gehören und welche noch offenbleiben können.
Die Fragestellung
Eine KI-Funktion kann ein plausibles Ergebnis liefern, ohne die eigentliche Aufgabe zu lösen. Für eine erste Anwendung muss deshalb klar sein, was ein Nutzer mit dem Ergebnis tun soll und woran er dessen Qualität erkennt.
Ich grenze den ersten Entwicklungsumfang an dieser Frage ein. Dazu gehören auch unvollständige Eingaben und Fehler: Kann jemand erkennen, wann eine Antwort nicht ausreicht und eine eigene Prüfung nötig ist?
Meine Arbeit
Ich habe die Anwendung vom fachlichen Entwurf bis zur technischen Umsetzung entwickelt. Datenmodell, Bedienoberfläche und die Anbindung der KI-Dienste mussten dabei dieselbe Aufgabe unterstützen.
Am Prototyp prüfe ich die Anforderungen anhand von Testfällen. Für die Weiterentwicklung unterscheide ich zwischen bereits erprobtem Verhalten und offenen Fragen. So wird sichtbar, ob der nächste Schritt eine Funktion, eine Korrektur oder eine weitere fachliche Klärung braucht.
Auftrag und Ergebnis
Für eine abgegrenzte Aufgabe entwickle ich mit Ihrem Fachbereich eine KI-gestützte Webanwendung. Wir legen fest, welche Fälle die erste Fassung bewältigen soll; ich übernehme Konzeption, Oberfläche, Datenmodell und KI-Anbindung.
Das Ergebnis ist ein lauffähiger Prototyp mit Testfällen und dokumentiertem Code. Zur Übergabe benenne ich, was bereits geprüft wurde und welche Arbeiten vor einem verlässlichen Betrieb noch anstehen.